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23.07.2016 21:25 Uhr

Calcum siegt nach Ausrutscher und sehenswertem Vierkampf

In Führung liegend rutschte Dino Calcum (Stucki Motorsport) ins Kiesbett. Nach einem fulminanten Vierkampf holte sich der Tabellenführer jedoch die Führung zurück und feierte seinen fünften Saisonsieg. Auch Tomáš Pekař (Carpek Service) und Sandro Kaibach (Steibel Motorsport) waren zufrieden mit ihren Rängen zwei und drei, nachdem sie in Lauf eins zum Renault Clio Cup Central Europe auf dem Red Bull Ring ein vorzügliches Markenpokalrennen boten. Gleiches galt für diverse Kampfgruppen hinter den Podiumsplätzen, in denen die Piloten Kurve für Kurve übereinander herfielen.

Schon beim Start verlor Sandro Kaibach seine Pole Position an Dino Calcum, der in der Anfahrt zur ersten Kurve vorbeiging. Auch Tomáš Pekař, mit gutem Start von Rang fünf, und Roland Schmid (Valente Motorsport) schlüpften durch.

CALCUM MIT AUSRUTSCHER UND ANSCHLIEßENDER AUFHOLJAGD

Gerade als sich Calcum von der kämpfenden Dreiergruppe hinter sich gelöst hatte, rutschte der Bochumer in der zweiten Spitzkehre mit Verbremser ins Kiesbett. Calcum kam auf Rang vier und mit beträchtlichem Rückstand wieder auf die Strecke.

Nach mehrmaligen Attacken fand Sandro Kaibach den Weg an die Spitze und passierte den Tschechen Pekař. Durch die Kämpfe schloss Calcum auf und bahnte sich seinen Weg zurück an die Spitze. Auch Pekař zog an Kaibach vorbei.

PEKAŘ MACHT DRUCK BIS ZUM SCHLUSS

Tomáš Pekař ließ bis zum Fallen der Flagge nichts unversucht, um Dino Calcum abzufangen. In der Spitzkehre lehnte sich der rennfahrende Teamchef am Auto des Bochumers an, mit zwei Rädern in der Luft.

Routinier Calcum hielt aber stand und baute, mit dem fünften Saisonsieg im siebten Rennen, seine Tabellenführung weiter aus. Tomáš Pekař erreichte, bei seinem zweiten Einsatz 2016, Rang zwei. Sandro Kaibach fuhr mit Platz drei sein viertes Podium ein und behauptet nicht nur Platz zwei in der Gesamtwertung, sondern auch die Spitze in der Junior-Wertung. Roland Schmid kreuzte als Vierter die Linie und gewann damit die Gentleman-Wertung.

BEINHARTE KÄMPFE BIS ZUM LETZTEN PLATZ

Mehrere Kampfgruppen hinter den Spitzenplätzen balgten sich ebenso hart um ihre Positionen, wie die Podestanwärter. Über die komplette, 30-minütige Renndistanz zogen sich unzählige Rad-an-Rad-Duelle mit Lackaustausch durch das Feld.

Nils Mierschke (Mierschke Motorsport), Andreas Stucki (Stucki Motorsport), René Leutenegger (No Name Fighter) und Christjohannes Schreiber (LEMA Racing) fuhren um die Plätze fünf bis acht und kamen in genannter Reihenfolge ins Ziel. Zunächst war auch Daniel Nyffeler (No Name Fighter) Teil dieser Gruppe. Der Schweizer verlor durch nachlassende Reifen später aber den Anschluss und wurde Neunter vor Tobias Seyffahrt (Seyffahrt Motorsport).

Auch die Ränge elf bis 16 kreuzten den Zielstrich in einem großen Pulk. Gabriela Jílková (Carpek Service) wurde bei ihrem Einstand Elfte vor zwei Junioren, dem Polen Tomasz Wójcik (Schlaug Motorsport) und dem Lokalmatador Simon Reicher (Certainty Racing Team). Manuel Brinkmann (Steibel Motorsport) fuhr mit Erkältung auf Rang 14 vor Dillon Koster (Certainty Racing Team) und Lisa Brunner (Stucki Motorsport).

Kris Heidorn (Seyffahrt Motorsport) beendete, nach einer nicht angetretenen Durchfahrtstrafe wegen Frühstarts und der gezeigten schwarzen Flagge, das Rennen an der Box.

AUCH RENNEN ZWEI LIVE AUF WWW.RENAULT-SPORT.DE

Vorjahresmeister Pascal Eberle sprach von „Werbung für den Markenpokalsport“. Auch das zweite Rennen in Spielberg wird am morgigen Sonntag live ab 14:30 Uhr auf www.renault-sport.de übertragen.

FAHRERSTIMMEN

Dino Calcum (Stucki Motorsport): “Der Ausrutscher war ein Konzentrationsfehler. Unter Druck mache ich selten Fehler, aber da war ich einfach zu locker. Ich wollte dieses Rennen gewinnen, habe alles rausgeholt und mich wieder zurückgekämpft. Tomáš hatte auf den Geraden Windschatten, aber in den langsamen Kurven habe ich ihn natürlich etwas auflaufen lassen. So konnte ich die Spitze verteidigen.“

Tomáš Pekař (Carpek Service): “Beim Start hatte ich gute Traktion und konnte in der ersten Runde einige Autos überholen. Danach ist wirklich viel passiert. Aber es war immer fair. Dino war schwierig zu überholen. Er hat spät gebremst und keine Fehler gemacht.“

Sandro Kaibach (Steibel Motorsport): “Den Start habe ich vermasselt. Ich hatte einfach nicht das richtige Gefühl für Kupplung und Gas. Danach wollte ich mich mit Tomáš zusammentun, damit wir uns absetzen. Dino kam aber näher und dann habe ich Tomáš doch angegriffen. Später waren die Reifen am Ende. Mehr als Platz drei ging nicht mehr.“

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