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25.07.2016 00:58 Uhr

Kaibach feiert ersten Sieg nach knappstem Ziel der Cup-Geschichte

0,006 Sekunden entschieden den Siegeskampf im zweiten Lauf zum Renault Clio Cup Central Europe am Red Bull Ring, den Sandro Kaibach (Steibel Motorsport) und Andreas Stucki (Stucki Motorsport) rundenlang mit beispielhafter Fairness führten. Für beide ging es um ihren ersten Karrieresieg. Seite an Seite kreuzten beide Clio die Ziellinie, mit minimalem Vorteil für Sandro Kaibach. René Leutenegger (No Name Fighter) sorgte mit Rang drei für den ersten Podesterfolg des neuformierten Schweizer Teams. Simon Reicher (Certainty Racing Team) glänzte bei seinem Heimspiel mit Rang fünf. Tabellenführer Dino Calcum (Stucki Motorsport) wurde nach zwei Durchfahrtstrafen Elfter.

Von der Pole Position übernahm Dino Calcum zunächst die Führung. Bei seiner ersten Durchfahrtstrafe, ausgesprochen wegen einer inkorrekten Position in seiner Startbox, überschritt der Vortages-Sieger das Tempolimit in der Boxengasse und musste folglich ein zweites Mal durch selbige fahren. Die Meisterschaft führt Calcum dennoch weiter an.

FEHLER BRINGT KAIBACH IN DIE FÄNGE VON STUCKI

Nachdem Calcum von der Spitze verschwand, übernahm Sandro Kaibach die Führung mit reichlich Vorsprung. Dahinter rang Andreas Stucki seinen Schweizer Landsmann, Roland Schmid (Valente Motorsport), im Kampf um Platz zwei nieder.

Dann rutschte Kaibach in der Kurve von der Bahn, die am Vortag schon Dino Calcum zum Verhängnis wurde. Plötzlich lag Stucki direkt hinter dem Führenden. Als auch Roland Schmid begann aufzuschließen, zwangen Kühlungsprobleme bei über 30 Grad Außentemperatur Schmids Motor in die Knie.

So kämpften Kaibach und Stucki zu zweit um den Sieg. Der Schweizer ging kurzzeitig in Führung. Der Konter von Kaibach kam aber sofort. Kaibachs Defensive hielt bis zur letzten Kurve, aus der Stucki mehr Schwung mitnahm und für den knappsten Zieleinlauf der Geschichte im Renault Clio Cup Central Europe sorgte. Das bis dato engste Finale gewann Pascal Eberle 2014 auf dem Slovakia Ring. Dino Calcum unterlag damals um 0,014 Sekunden.

Nach vier bisherigen Podiumsplätzen gelang Sandro Kaibach nun der erste Sprung auf das höchste Podest. Dies geschah ausgerechnet auf der Strecke, auf der er im vergangenen Jahr seine Automobil-Rennkarriere begann und sein erstes Rennen im Clio Cup Central Europe fuhr.

NO NAME FIGHTER MIT BESTER TEAMLEISTUNG

René Leutenegger (No Name Fighter) kämpfte sich in der Anfangsphase auf Platz vier nach vorne. Durch den Ausfall von Roland Schmid rückte der Schweizer nach. Damit gelang Leutenegger, wie schon 2015, ein Podiumserfolg am Red Bull Ring. Es war das erste Podest für das Team No Name Fighter, das Leutenegger mit seinem Landsmann Daniel Nyffeler für diese Saison aufgebaut hat. Nyffeler kam auf Rang vier ins Ziel. Für die Teamwertung nahm No Name Fighter damit die höchste Punkteausbeute aller Mannschafen mit.

Weniger Glück hatte der Zweite aus Lauf eins, Tomáš Pekař (Carpek Service). Der Tscheche wurde von Kris Heidorn (Seyffahrt Motorsport) ins Kiesbett geschickt. Pekař wurde noch Achter. Heidorn musste aufgeben.

SIMON REICHER ZU HAUSE MIT BESTEM ERGEBNIS

Der einzige Lokalmatador im Feld, Simon Reicher (Certainty Racing Team), beendete sein blitzsauberes Heimrennen auf Platz fünf. Damit fuhr der 16-jährige Österreicher das bisher beste Ergebnis in seinem Premierenjahr ein, unter den Augen von geladenen Verwandten, Freunden und Unterstützern.
Mit Rang sechs setzte sich auch Gabriela Jílková (Carpek Service) in Szene. Die Tschechin realisierte das beste Ergebnis einer Frau in der Geschichte des Clio Cup Central Europe.

NÄCHSTER HALT VERBINDET RENNENFAHREN UND STRANDURLAUB

In vier Wochen,  vom 19. bis 21. August, startet der Renault Clio Cup Central Europe auf dem Nordseekurs von Zandvoort. Auch die Rennen neun und zehn werden live auf www.renault-sport.de übertragen.

FAHRERSTIMMEN

Sandro Kaibach (Steibel Motorsport): “Ich bin erleichtert. Es ist schon besonders, da zu gewinnen, wo man vor einem Jahr die Karriere gestartet hat. In der Auslaufrunde wusste ich nicht einmal, wer gewonnen hat. Es war so knapp. Meine Spur war verstellt, weil ich beim Zurückkommen auf die Strecke nach meinem Ausrutscher einen Kerb hart getroffen habe. Das hat es sehr schwierig gemacht, vor allem in den Kurven. Als wir nebeneinander aus der letzten Kurve kamen, habe ich einfach nur das Gas durchgetreten und gehofft, dass es reicht.“

Andreas Stucki (Stucki Motorsport): “Ich bin natürlich etwas enttäuscht. Man will unbedingt gewinnen, wenn man so nah vor seinem ersten Sieg steht. Wer weiß, wann die Chance nochmal kommt. In den letzten Kurven war ich schneller als Sandro. Aber da kann man sich nur danebensetzen, wenn der Gegner mitspielt. Ich weiß nicht, was ich noch hätte tun können. Deswegen kann ich mit Platz zwei trotzdem ganz gut leben.“

René Leutenegger (No Name Fighter): “Die Pace war heute nicht so gut. Wahrscheinlich war es einfach zu heiß. Wir mussten sehr auf die Motorkühlung achten. Als ich Vierter war, wollte ich diesen Platz eigentlich nur nach Hause bringen. Aber Sandros Ausrutscher hat mich nochmal motiviert. Dann habe ich durch Rolands Pech profitiert. Wie letztes Jahr stehe ich wieder auf dem Podium. Diese Strecke hier gefällt mir einfach gut.“

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