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30.07.2016 21:39 Uhr

Norris übernimmt Tabellenführung nach Doppelsieg

Lando Norris (Josef Kaufmann Racing) hielt den Lokalmatador, Max Defourny (R-ace GP), nach einem langen und harten Kampf im zweiten Rennen zum Formula Renault 2.0 Northern European Cup in Spa-Francorchamps hinter sich. Nach mehreren spektakulären Führungswechseln behielt Norris in den letzten Runden die Oberhand und gewann, als erster Fahrer in dieser Saison, beide Rennen an einem Wochenende. Sein vierter Sieg insgesamt bringt Norris an die Spitze der Meisterschaft, denn Dorian Boccolacci (Tech 1 Racing) wurde Sechster. Sacha Fenestraz (Tech 1 Racing) fuhr, mit Platz drei, sein erstes Podium ein. Titelaspirant Jehan Daruvala verunfallte in der Startrunde.

Beim Start unter trockenen und sonnigen Bedingungen setzte sich Lando Norris von der Pole Position in Führung. Max Defourny startete von Rang vier und überholte Sacha Fenestraz und James Allen (JD Motorsport) auf der Außenbahn in der La Source Haarnadel.

Die Überholvorgänge wehrten nicht lange, denn das Safety Car ging schon in der ersten Runde auf die Strecke. Bartłomiej Mirecki (BM Racing Team) drehte sich in der Les Combes Schikane. Einige Fahrer wichen aus. Dabei verlor Jehan Daruvala sein Auto und traf Will Palmer (R-ace GP), der hart in die Reifenstapel einschlug. Palmer musste bereits nach einem Unfall im Qualifying das Monocoque wechseln und verpasste dadurch das erste Rennen.

NORRIS UND DEFOURNY KÄMPFTEN NACH DEM RESTART

Als das Safety Car zurück an die Box kam, begannen Norris und Defourny ihren Kampf um den Sieg. Auf der Kemmel Geraden und in der Anfahrt auf die Blanchimont zeigten beide Piloten spannende Duelle im Windschatten und berührten sich sogar mehrmals. Nach mehrfachen Führungswechseln übernahm Norris die Spitze zwei Runden vor Schluss. Der Belgier Defourny konnte, mit der Vermutung eines schleichenden Plattfußes an einem Hinterreifen, nichts mehr ausrichten und musste sich auf Rang zwei einreihen.

Sein Doppelsieg bringt Lando Norris, zum ersten Mal in diesem Jahr, an die Spitze der Punktetabelle. Dorian Boccolacci folgt knapp dahinter auf Platz zwei. Mit dem zweiten Rang im Rennen machte Max Defourny einige der Punkte gut, die er am Freitag verloren hatte und steht nun auf Platz drei. Durch den Ausfall im zweiten Rennen fiel Daruvala dieses Wochenende von Rang eins auf Platz vier zurück.

ERSTES PODIUM FÜR FENESTRAZ

Sacha Fenestraz musste seinen dritten Platz gegen Alex Gill (Mark Burdett Motorsport) und James Allen nach dem Restart verteidigen. Der Franzose zog anschließend allerdings langsam davon und erreichte sein erstes Podium im Formula Renault 2.0 Northern European Cup. Mit Norris und Fenestraz standen zwei Rookies auf dem Siegerpodest.

James Allen verlor beim Rennstart gegen Alex Gill und fiel auf Position fünf zurück. Am Rennende fuhr der Australier aber noch auf Rang vier nach vorne. Hinter Allen und Gill erreichte Ferdinand Habsburg (Fortec Motorsports) Rang sieben, nachdem der Österreicher auf Platz 13 gestartet war.

Nach seinem Unfall in Rennen eins erlitt der belgische Neuzugang, Ghislain Cordeel (JD Motorsport), heute technische Probleme und kam nach einem Boxenstopp als Letzter ins Ziel.

FAHRERSTIMMEN

Lando Norris (Josef Kaufmann Racing): “Das war ein ziemlich perfektes Wochenende. Wir hatten eine andere Strategie als die meisten anderen Fahrer, denn wir sind mit mehr Abtrieb gefahren. Nach dem Safety Car war es am schwierigsten, denn Max konnte mich auf der Geraden überholen. Am Ende hat es sich aber bezahlt gemacht. Die Saison ist noch lang, aber wir versuchen natürlich vorne zu bleiben.“

Max Defourny (R-ace GP): “Wir hätten so viel besser sein können. Es war ein enttäuschendes Wochenende. In den freien Trainings waren wir bei allen Konditionen schnell. Nach dem schlechten Qualifying hatten wir auch noch eine Nullnummer in Rennen eins. Heute war es besser, aber Platz zwei ist immer noch enttäuschend. Auf Assen haben wir uns schon vorbereitet und konzentrieren uns jetzt voll auf das Wochenende.“

Sacha Fenestraz (Tech 1 Racing): “Es fühlt sich gut an, auf dem Podium zu stehen. Hoffentlich war es nicht das letzte Mal dieses Jahr. Es war ein schwieriges Wochenende. Das Qualifying war knifflig durch den Regen. Im Rennen gestern habe ich einen großen Fehler gemacht. Heute wurde es in der ersten Kurve auch ganz schön eng. Danach hatten wir ein paar tolle Kämpfe. Alles in allem lief es gut.“

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