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02.09.2017 20:49 Uhr

Paziewski feiert zweiten Sieg nach Unfall im Training

Bartosz Paziewski (Seyffarth Motorsport) hat das erste Rennen zum Renault Clio Cup Central Europe im Autodrom Most gewonnen. Im ersten freien Training am Freitag hatte der junge Pole das Auto in der Out-Runde bei einem Unfall so sehr beschädigt, dass die Mannschaft von Rüdiger Seyffarth bis in die Nacht mit der Reparatur beschäftigt war. Mit seinem zweiten Saisonsieg betrieb Paziewski Wiedergutmachung und baute zudem seine Führung in der Rookie-Wertung aus. Lokalheld und Tabellenführer Tomáš Pekař (Carpek Service) kämpfte sich, von Startplatz sechs, auf Rang zwei nach vorne. Sein ärgster Verfolger, Niklas Mackschin (Ahrens Racing Team), startete von der Pole Position und sah als Dritter die Zielflagge. Der dritte Titelanwärter, Andreas Stucki (Stucki Motorsport), wurde Achter.

Tomáš Pekař hatte vor heimischer Kulisse im Qualifying die beste Zeit gesetzt. Da der Tscheche allerdings bei roter Flagge überholt hatte, startete er nach Rückversetzung von Position sechs.

SOUBEK GEWINNT START GEGEN MACKSCHIN

Niklas Mackschin erbte die Pole Position. Beim Start zog Sandro Soubek (MAIR Racing Osttirol) von Rang zwei an Mackschin vorbei und führte durch die Anfangsphase. In der zweiten Startreihe zog Bartosz Paziewski an Andreas Stucki vorbei und passierte kurz darauf auch Niklas Mackschin.

Tomáš Pekař ließ Niklas Mackschin auch früh hinter sich und überholte anschließend auch Paziewski. Kurz darauf holte sich der Pole mit einem erfolgreichen Konter jedoch den zweiten Rang zurück.

PAZIEWSKI ÜBERNIMMT FÜHRUNG, SOUBEK FÄLLT ZURÜCK

Danach schloss Bartosz Paziewski die Lücke zu Sandro Soubek und überholte den Österreicher. Während der Pole sein Heil in der Flucht suchte, verteidigte sich Soubek noch lange gegen Tomáš Pekař, Niklas Mackschin und auch Karol Urbaniak (BM Racing Team). Nach einem Fahrfehler im letzten Renndrittel verlor Soubek dann einige Plätze. Zudem bekam der Neueinsteiger nachträglich eine 30-Sekunden-Strafe wegen Überholens bei gelber Flagge, sodass er auf Platz 16 zurückfiel.

In der Schlussphase kam das Safety Car auf die Strecke und führte das Feld ins Ziel. Tomasz Wójcik (BM Racing Team) war mit technischem Defekt gestrandet. Außerdem war Robin Rogalski (Seyffarth Motorsport) ohne Fremdeinwirkung heftig in einen Reifenstapel eingeschlagen. Der Pole stieg aus eigener Kraft aus dem Auto, wurde aber zur Routine-Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. 

KEINE SCHLUSS-ATTACKE VON PEKAŘ

Die Safety Car Phase vereitelte eine Schlussoffensive von Tomáš Pekař. Nach seinem Premierensieg in Dijon-Prenois gewann Bartosz Paziewski sein zweites Rennen im Renault Clio Cup Central Europe. Tomáš Pekař baute mit Platz zwei abermals seine Gesamtführung aus. Niklas Mackschin ließ mit Rang drei allerdings nicht abreißen.

Karol Urbaniak wurde Vierter. Sein Teamkollege, Albert Legutko (BM Racing Team), unternahm von Startplatz 20 eine Aufholjagd, die den Polen bis auf Position fünf nach vorne brachte. Kevin Landwehr (Schlaug Motorsport) wurde Sechster. Mit Gesamtrang sieben gewann Reto Wüst (Wüst Motorsport) die Gentlemen-Wertung.

Durch einen Ausrutscher war Andreas Stucki aus der Führungsgruppe herausgefallen und wurde am Ende Achter. Loris Prattes (Schläppi Race-Tec), dessen Auto nach einem Unfall im freien Training ebenfalls repariert werden musste, belegte Platz neun. Bei seinem ersten Autorennen überhaupt fuhr Luke Wankmüller (Ahrens Racing Team) mit Platz zehn auf Anhieb in die Top Ten.

Mit den Rängen elf und dreizehn fuhren Lucas Groeneveld (Certainty Racing Team) und Antonio Citera (RTM Motorsport) ihre bisher besten Ergebnisse ein.

SPANNENDE STARTAUFSTELLUNG FÜR LAUF ZWEI

Das zweite Rennen wird morgen ab 10:50 Uhr live auf www.renault-sport.de übertragen. Der Gentlemen-Sieger von heute, Reto Wüst, und der Gesamtsieger, Bartosz Paziewski, starten aus der ersten Reihe.

Weitere Informationen finden Sie auf www.renault-sport.de und auf der Facebook-Seite des Renault Clio Cup Central Europe.

FAHRERSTIMMEN

Bartosz Paziewski (Seyffarth Motorsport)
„Mit dem Sieg bin ich sehr zufrieden. Ich bin ja immer noch in meiner Debüt-Saison. Der Start war schon wieder nicht gut. Danach hatte ich viele Autos vor mir. Die konnte ich alle überholen. Am Ende war ich ganz beruhigt, denn ich habe gesehen, dass Tomáš Pekař recht weit zurücklag. Dann kam aber das Safety Car. Da habe ich mir natürlich sofort Sorgen gemacht, dass ich den Sieg beim Restart nicht gegen Tomáš verteidigen kann. Dann habe ich aber gesehen, dass die letzte Runde hinter dem Safety Car gefahren wird und war sehr erleichtert.“

Tomáš Pekař (Carpek Service)
„Der zweite Platz ist auch toll, vor allem, wenn man an die Rückversetzung in der Startaufstellung denkt. Aber ich hätte natürlich gerne die tschechische Hymne hier in Tschechien gehört, denn das ist wirklich etwas Besonderes. Im Sinne der Meisterschaft hatte ich mir vorgenommen, sicher zu fahren. Das habe ich dann aber manchmal vergessen. Zum Glück ist nichts passiert.“

Niklas Mackschin (Ahrens Racing Team)
„Der Start an sich war gut, aber im zweiten Gang haben meine Räder nach einer Bodenwelle durchgedreht. Ich wollte schnell wieder an Sandro Soubek vorbei, aber es ging nicht. Ich musste immer wieder mit anderen Fahrern kämpfen. Morgen wird es besser. Aber vielleicht muss ich mich ab sofort eher auf den zweiten Gesamtplatz als auf den Titel konzentrieren.“

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