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03.09.2017 15:27 Uhr

Pekař legt mit bejubeltem Heimsieg den Grundstein zum ersten Titel

Lokalheld Tomáš Pekař (Carpek Service) hat mit seinem Sieg im zweiten Rennen zum Renault Clio Cup Central Europe tausende Tschechen im Autodrom Most begeistert. Nach seinem zweiten Saisonsieg hat Pekař ein solides Punktepolster und ist vor dem anstehenden Finale auf dem Hockenheimring der Titelfavorit. Andreas Stucki (Stucki Motorsport) fuhr auf Rang zwei und ist in der Gesamtwertung wieder näher an Niklas Mackschin (Ahrens Racing Team), der Vierter wurde, herangekommen. Sandro Soubek (MAIR Racing Osttirol) feierte mit Platz drei das erste Podium seiner noch jungen Rennsport-Karriere.

Tomáš Pekař startete von Rang sechs, war allerdings am Ausgang der ersten Schikane schon Dritter. Polesetter Reto Wüst (Wüst Motorsport) verteidigte die Spitze vor Andreas Stucki, der von Startplatz drei am Vortages-Sieger, Bartosz Paziewski (Seyffarth Motorsport), vorbeizog.

Noch in der Startrunde zog sich Paziewski einen Reifenschaden zu. Nach Reparaturarbeiten an der Box wurde der Pole mit zwei Runden Rückstand Letzter.

PEKAŘ FRÜH IN FÜHRUNG

Noch im ersten Renndrittel arbeitete sich Tomáš Pekař an die Spitze. Andreas Stucki ließ Reto Wüst ebenfalls hinter sich und klemmte sich hinter Pekař auf Platz zwei.

Anschließend unterbrach eine Safety Car Phase den Führungskampf. Das Auto von Max Zschuppe (Seyffarth Motorsport) musste nach einem Unfall sicher geborgen werden.

FÜNFERGRUPPE FÄHRT UM PODESTPLÄTZE

Nach der Wiederfreigabe fiel Reto Wüst um einige Positionen zurück. Den Sieg machte fortan eine Fünfergruppe unter sich aus. Hinter Pekař und Stucki folgten Sandro Soubek, Niklas Mackschin und Karol Urbaniak (BM Racing Team). Die packenden Positionskämpfe dieses Quintetts prägten die zweite Rennhälfte. Trotz zahlreicher Attacken hatte die Reihenfolge bis zum Ziel Bestand.

PEKAŘ NACH SIEG TITELFAVORIT

Mit seinem zweiten Saisonsieg sorgte Tomáš Pekař nicht nur für Begeisterung auf den vollen Tribünen. Vor den beiden Finalrennen in Hockenheim hat der Tscheche in der Gesamtwertung einen Vorsprung von 52 Punkten. Bei 64 zu vergebenen Zählern besitzt Pekař eine gute Ausgangslage für seinen ersten Titelgewinn in den Renault Markenpokalen.

Durch seinen zweiten Platz liegt Andreas Stucki nur zwei Punkte hinter dem Gesamtzweiten, Niklas Mackschin. Im letzten Jahr heimste Stucki beim Finale noch knapp den Vizetitel ein, nachdem er als Tabellendritter angereist war.

Sandro Soubek verteidigte seinen dritten Platz und stand damit in seiner Premieren-Saison im Motorsport zum ersten Mal auf dem Podium. Der Österreicher hatte seine Karriere als Ski-Rennläufer verletzungsbedingt aufgeben müssen und hat nun im Renault Clio Cup Central Europe sein Zuhause gefunden.

Mit Platz vier bleibt Niklas Mackschin in der Meisterschaft der erste Verfolger von Tomáš Pekař.

Auf Rang fünf gewann Karol Urbaniak die Rookie-Wertung. Ein weiterer Neueinsteiger, Kevin Landwehr (Schlaug Motorsport), belegte den sechsten Platz. Mit Position sieben gewann Reto Wüst zum zweiten Mal an diesem Wochenende die Gentlemen-Wertung. Nach dem neunten Platz vom Vortag wurde Loris Prattes (Schläppi Race-Tec) heute Achter.

Mit Position neun fuhr Lisa Brunner (Stucki Motorsport) ihr bisher bestes Ergebnis ein, nachdem das Schweizer Team ein langwieriges Elektrik-Problem gelöst hatte. Luke Wankmüller (Ahrens Racing Team) schloss sein Debüt-Wochenende im Autorennsport mit einem weiteren zehnten Platz ab.

Die Aufholjagd von Rookie Albert Legutko (BM Racing Team), der auch heute vom letzten Platz gestartet war, führte den Polen diesmal auf Platz 13.

FINALE IN HOCKENHEIM

Die Entscheidung um die Titel sowie die letzten Pokale und Punkte fällt vom 22. bis 24. September im Rahmen des ADAC GT Masters auf dem Hockenheimring.

Weitere Informationen finden Sie auf www.renault-sport.de und auf der Facebook-Seite des Renault Clio Cup Central Europe.

FAHRERSTIMMEN

Tomáš Pekař (Carpek Service)
„Der gute Start war heute der Schlüssel zum Erfolg. Auch Andreas Stucki und Reto Wüst waren fast zu nett. Wahrscheinlich wollten sie sich ihr eigenes Rennen nicht in Zweikämpfen zerstören und haben mich daher recht einfach überholen lassen. Andreas war sehr gut beim Anbremsen. Deswegen konnte ich mich nicht so gut absetzen, wie im letzten Jahr. Mit meinem Vorsprung in der Meisterschaft sieht alles so leicht aus, aber alles kann passieren. Ich möchte unbedingt den Titel gewinnen, denn das habe ich ja noch nie geschafft.“

Andreas Stucki (Stucki Motorsport)
„Schon beim Start habe ich einen Platz gutgemacht. Danach haben Tomáš Pekař und ich ein bisschen zu viel gekämpft und es hat sich eine Gruppe gebildet, auch nach dem Safety Car. Kurz vor Schluss hatte ich hinter mir eine kleine Lücke. Aber Tomáš kennt hier jede Linie. Deswegen ist es schwierig, ihn anzugreifen. Es ist schade, dass das Rennen gestern so schlecht lief. Die beiden schnellsten Rennrunden zeigen ja, was drin war.“

Sandro Soubek (MAIR Racing Osttirol)
„Die Spitzengruppe hat mich mitgezogen und keiner konnte sich richtig absetzen. Die Safety Car Phase hat mir dann nochmal geholfen. Alles war fair. Das ist ein ganz eigenartiges Gefühl, auf dem Podium zu stehen. Einfach traumhaft. Das hatte ich zuletzt beim Skifahren.“

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