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Sonntag, 19. Juli 2009 15:49
Jurek und Olivo melden sich zurück




Sechs-Stunden-Krimi in der grünen Hölle des Nürburgrings: Nach einem packenden Rennen bei schwierigsten Witterungsbedingungen jubelten Elmar Jurek und Jannik Olivo über ihren verdienten Sieg im New Renault Clio Cup und Rang vier in der SP3-Gruppe der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft. Auf den darauf folgenden Plätzen: die Renault-Piloten Karl Raab und Sebastian Lhomer sowie das Trio Werner Uetrecht, Alexander Starke und Michael Wellmann.

Die Wetterkapriolen während des 6-Stundenlaufs im Rahmen der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft in der Eifel stellte auch die Piloten des New Renault Clio Cups vor besondere Herausforderungen. Bei zunehmend schwierigeren Bedingungen waren minutiöse Boxenstopps und treffsichere Reifenwahl sowie höchste Konzentration auf der unberechenbaren Nordschleife gefragt: „Teilweise war die Strecke komplett trocken und teils regennass. Das war gar nicht so einfach“, schilderte der Berliner Jannik Olivo, der mit seinem Teamgefährten Elmar Jurek dem Meisterschaftsführenden Karl Brinker dicht auf den Fersen war - und den 6-Stunden-Lauf schließlich mit einem Klassensieg beendete. Vor allem  mit Blick auf den Ausfall beim vergangenen Rennen war der Jubel bei den Berlinern besonders groß. Enttäuschend dagegen verlief der sechste VLN-Lauf  für Karl Brinker, der sich diesmal das Cockpit mit Ring-Racing-Chef Uwe Kleen teilte. Kleen musste Brinkers „Brötchen-Clio“ jedoch vorübergehend im Streckenabschnitt Metzgesfeld wegen eines technischen Defektes abstellen, konnte jedoch wieder ins Rennen gehen. Am Ende reichte es für den letzten Platz in der Wertung. Dabei hatte sich Brinker - einen Tag vor seinem 50. Geburtstag - mit dem teils brenzligen Verlauf der ersten Runden noch ganz zufrieden gezeigt. „Zehn verschiedene Abschnitte, zehn unterschiedliche Streckenverhältnisse. Es gehört immer auch ein wenig Glück dazu“, lautete sein Kommentar.
Während beim Start des 6-Stunden-Rennens lediglich leichter Nieselregen fiel, lösten 50 Minuten später heftige Regenschauern ein Wirrwarr auf der Strecke und in der Boxengasse aus. So auch für Karl Raab und Sebastian Lhomer, die in diesem Jahr erstmals im neu aufgebauten Renault Cup Clio unterwegs waren -  betreut von Vorjahressieger und Renault-Partner Christian Benz. „Es war ein Pokerspiel, aber es ist gut gelaufen. Wir konnten gleich einige Plätze gutmachen“, erzählte Karl Raab. „Keine Frage, auch ich würde lieber selbst mit ins Steuer greifen“, gestand Teamchef Benz händereibend.
Strahlende Mienen auch bei den bislang wenig erfolgsverwöhnten Schlaug-Piloten Werner Uetrecht, Alexander Starke und Michael Wellmann, die den dritten Platz in der Renault-Clio-Wertung belegten: „Schön, wenn wir diesmal wenigstens die Zielflagge sehen“, meinte zuvor noch Werner Uetrecht, der den Clio während des Regenparts über die Nordschleife steuerte und „keine besonderen Vorkommnisse“ vermeldete. 

Mit einem Handicap musste indes das Trio Jacques Meyer, Elöd Szarka und Robert Zehetmayr die zweite Hälfte des Rennens bestreiten, bevor sie als Fünfte im New Renault Clio Cup die Zielflagge sahen. Fliegende Ersatzteile eines verunglückten Autos hatten ihre Windschutzscheibe getroffen. „Die Scheibe ist kaputt, man hat kaum Sicht und der Scheibenwischer und das Gebläse funktionieren nicht“, so Jacques Meyer, der den dritten Part des Rennens fuhr.  „Es ist überaus schwer zu unterschieden, wo die Strecke noch nass und wo schon abgetrocknet ist. Zudem liegt viel Schrott auf der Strecke. Es ist extrem schwierig“, berichtete sein Teamgefährte Robert Zehetmayr. 
Mehr als zufrieden zeigte sich das Ring-Racing-Trio Helmut Baumann, Klaus Niesen und Markus Lungstrass, die am Ende den sechsten Platz belegten. „Es war sensationell. Das Auto war hervorragend vorbereitet, und jeder von uns hat alles gegeben“, schilderte Lungstrass begeistert. Für Klaus Niesen waren die Wetterbedingungen ideal: „Ich fahre gern bei Regen“, verriet er.
Begeistert von dem Langstreckeneinsatz im New Renault Clio Cup zeigten sich die Eidgenossen Markus Lüscher, Pirmin Kamer und Hanspeter Muster. „Der Clio ist einfach ein tolles Rennauto“, schwärmte Kamer, der mit seinen Gefährten am Ende Rang sieben belegte. 
Einen hervorragenden vierten Platz belegten Carlos Diaz, David Domingo, die mit dem Schweizer Teamchef Mathias Schläppi in die Eifel gekommen waren. Das zweite Team von  Schläppi Race-Tec mit Schläppi, Nicolas Abril und Stig Näs belegte den neunten Rang hinter den drive-a-racecar-Fahrern Felix Schmitt und Marc Hurler. Sie mussten nach einem Crash auf die Frontpartie ihres Cup-Clios verzichten und fuhren „vorne ohne“. Pech nach einem hervorragenden Training und Einstieg hatten auch Werner Gloyna, Gunther Gühne und Ralf Völkel, die ebenfalls vom Team drive-a-racecar betreut werden. Für sie war der Lauf sieben Minuten vor Rennende durch einen abgerissenen Stecker an der Lichtmaschine vorbei. Bis dahin hatten sie durch die richtige Strategie und konstant gute Zeiten einen der vorderen Plätze inne.
Erneut im Pech auch das Trio Michael Schrey, Michael Küchenmeister und Henry Walkenhorst. Auf Platz zwei liegend wurden sie durch einen technischen Fehler  ausgebremst. Auch die Schlaug-Fahrer  Peter Utsch und Frank-Dieter Lohmann sowie Knut Wolf und Marc Beckord  beendeten den 6-Stunden-Einsatz vorzeitig – durch einen Crash.
Nach der Sommerpause geht die Saison im New Renault Clio Cup mit dem nächsten BFGoodrich Langstreckenlauf auf dem Nürburgring am 29. August weiter. 




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