Montag, 29. Juni 2009 08:11
Sieg für Brinker, Premiere für Clio RS III Phase 2

Ring-Racing-Fahrer Karl Brinker setzt seine Siegesserie im New Renault Clio Cup innerhalb der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft fort. Im fünften - vorzeitig beendeten - VLN-Lauf über die Nürburgring-Nordschleife wurde er zudem Zweiter in der SP3-Klasse vor den Schlaug-Piloten Knut Wolf und Mark Beckord. Den dritten Platz belegten die drive-a-racecar-Fahrer Felix Schmitt und Marc Hurler. Sieger außerhalb der Wertung: Zwei brandneue Cup-Clios III RS der Phase 2, die auf dem Ring Premiere feierten. Nach einer nebelbedingten Verspätung von Training und Rennen blieb es beim 49. Rheinoldus Langstreckerennen des Dortmunder MC aller Wetterprognosen zum Trotz bis etwa 40 Minuten vor regulärem Ende trocken. Wegen eines einsetzenden Unwetters hatte sich die Rennleitung zu einem vorzeitigen Ende in Runde 25 entschieden – was nicht allen Fahrern in die Karten spielte. „Da hätte noch ein Sahnehäubchen drauf gepasst“, frotzelte Bäckermeister Karl Brinker später. Denn unmittelbar nachdem er auf Regenreifen umgesattelt hatte und wieder auf die Strecke fuhr, wurde das Rennen abgebrochen: Auf diversen Streckenabschnitten entluden sich bereits sintflutartige Regenfälle. „Das Rennen war sehr unterhaltsam für mich. Dabei hatte ich mehrfach viel Glück“, meinte der Ring-Racing-Fahrer mit Blick auf einen geplatzten Reifen und Geländeausritt. Dennoch konnte er den Nordschleifenlauf in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft unbeirrt fortsetzen und als Führender im New Renault Clio Cup und Zweitplatzierter in der SP3-Klasse beenden. Ebenfalls einen Plattfuß verbuchte sein Teamgefährte Jean-Jacques Meyer, der trotz unplanmäßigen Boxenstopps den vierten Platz belegte. Hervorragend unterwegs auch Knut Wolf und Marc Beckord, die erstmals gemeinsam ins Rennen gingen und offensichtlich ideal harmonierten, wie Rang zwei im New Renault Clio Cup und Platz drei in der SP3-Klasse eindrucksvoll belegte. „Der Clio III ist wesentlich ruhiger und stabiler auf der Bremse als sein Vorgänger. Ein tolles Rennauto“, betonte Beckord, bislang im Vorgänger-Clio unterwegs. Einen brillanten Einsatz, geprägt von packenden Duellen, zeigten auch die drive-a-racecar-Fahrer. „Es läuft richtig gut“, schwärmte Felix Schmitt beim Boxenstopp. Er und Marc Hurler beendeten die Fights auf Platz drei. Federn lassen mussten die Teamgefährten Michael Trick, Gunther Gühne und Werner Gloyna. Ein gelöster Drosselkappenstecker zwang sie zu einem zusätzlichen Boxenstopp. „Darüber gingen wertvolle Platzierungen verloren“, schilderte Teamchef Frank Engel. Bis zum vorzeitigen Rennende hatte sich das Trio wieder auf Rang sieben vorgekämpft. Hoch motiviert auch die Neueinsteiger im New Renault Clio Cup, Frank-Dieter Lohmann und Peter Utsch, die einen der beiden brandneuen Clios Phase 2 pilotierten und am Ende Rang fünf belegten. „Das Auto ist klasse, ich muss jedoch noch Erfahrungen sammeln. Es ist schon eine Umstellung“, so der bisherige Peugot-Fahrer, der vom Team Schlaug Motorsport betreut wird. Im Phase-II-Clio hervorragend unterwegs auch Michael Küchenmeister und Michael Schrey - bis ein Leistungsverlust das vorzeitige Aus einläutete. Auf Platz zwei liegend steuerte Schrey gut eine Stunde vor Rennende die Box an. Pech verzeichneten auch die Brüder Helmut und Horst Baumann, die erstmals mit dem New Renault Cup Clio in der VLN an den Start gingen. Sie mussten ihr Rennfahrzeug in Runde zehn mit Getriebeschaden abstellen: „Schade, die beiden waren bislang hervorragend unterwegs. Hut ab“, zeigte sich das Team Ring-Racing von seinen VLN-Einsteigern begeistert. „Das Auto macht richtig Spaß und ist grundsätzlich sehr zuverlässig. Außerdem stimmt das Preisleistungsverhältnis“, schwärmte Helmut Baumann, der zum ersten Mal nach 16 Jahren wieder in der VLN ins Steuer griff. Mit einer Beule und einem blauen Auge davon kam Schlaug-Fahrer Alexander Starke, Teamkollege von Langstreckenroutinier Werner Uetrecht. Ihm war Getriebeflüssigkeit auf der Strecke zum Verhängnis geworden. „Ich bin ausgerutscht, eingeschlagen und dann sind drei Fahrzeuge in meinen Clio geprallt.“, schilderte Starke den Crash. Enttäuschend verlief der fünfte Langstreckenlauf für die Berliner Jannik Olio und Elmar Jurek. Ihnen bereitete Dichtungsmaterial Probleme, das sich in der Benzinpumpe festsetzte. Sie kamen nicht über die erste Runde hinaus. Mit einem gebrochenen Auspuff verabschiedeten sich auch Axel Linther und Dirk Riebensahm vorzeitig. Begeistert über den steig wachsenden Zuspruch im New Renault Clio Cup zeigte sich Renault MotorSport-Koordinator Bernd Hütter auf dem Nürburgring: „Es sind bereits zwei weitere Phase-2-Clios kurz vor der Auslieferung“, verriet er. Vor allem in der pfiffig überarbeiteten Front- und Heckpartie hebt sich der Phase 2-Clio ab. Der Preis: 37.500 Euro (zzgl. MwSt.). Der nächste Lauf innerhalb der BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft ist am 18. Juli. Abends vorher lädt Renault MotorSport wieder ab 18 Uhr zum Get-togehter in die Renault-Lounge ein.
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